Montag, 6. Juli 2015

2 Tage im Gesäuse mit Hüttenübernachtung

Am Donnerstag haben wir uns spontan dazu entschlossen übers Wochenende ins Gesäuse zu fahren!
Es wurde zwar ein heißes Wochenende vorausgesagt, allerdings ohne Gewittergefahr mit toller Fernsicht. Das muss man ausnutzen, daher wurden alle anderen Pläne und Termin einfach (und ohne schlechtes Gewissen) abgesagt und der Rucksack gepackt :)


Hesshütte und Buchsteinhaus waren am Samstag schon komplett ausgebucht, aus dem Grund habe wir es bei der Ennstalerhütte probiert, auf der ich letzte Woche schon einmal war (allerdings nur für eine Jause und nicht zum Schlafen). Wir hatten Glück und ein Schlafplätzchen stand bereit!


Unser Plan für diese 2 Tage....

1.Tag: Vom Nationalpark Pavillon in Gstatterboden über Kroißenalm, Hochscheibenalm und Kühboden zum Tamischbachturm und anschließend weiter zur Ennstalerhütte.

2.Tag: Von der Ennstalerhütte via Teufelsteig-Klettersteig auf die Tieflimauer und danach wieder zurück zum Auto über den direkten Weg (den ich letzte Woche als Aufstiegsweg zur Hütte gewählt hatte)

Hier noch ein Überblick über die gesamte Strecke: 22 km und 1.886 hm


Samstag um ca. 09:30 Uhr ging es los vom Parkplatz beim Nationalpark Pavillon in Gstatterboden.
Von hier aus folgten wir dem Weg Nr. 646 vorbei am Kropfbründl (wo wir uns das erste Mal etwas abkühlen konnten).

Danach weiter bis zur Abzweigung Richtung Kroißenalm (Weg Nr. 642).

Die Kroißenalm ist bewirtschaftet und für eine erste Rast optimal. Wir haben uns gleich einen frischen Topfenstrudel und einen Gespritzen gegönnt, bis es dann den Weg Nr. 642 folgend zur Hochscheibenalm und weiter zum Kühboden ging.

Beim Kühboden angekommen folgten wir dem sehr steilen Aufstiegsweg Nr. 648 zum Tamischbachturm (eine echte Herausforderung bei den Temperaturen). Kurz vom dem Gipfel war dann noch eine gemütliche Rast, unter einem Schatten spendendem Bäumchen, angesagt!
Gestärkt ging es zum Gipfel und weiter zur Ennstalerhütte!

Der Abend mit wunderschönem Sonnenuntergang auf der Hütte war ein Traum! Die Aussicht atemberaubend!

=> Unsere erste Hüttenübernachtung war ein voller Erfolgt! Wir haben super geschlafen und zum Glück keine "Schnarcher" im Schlaflager :)

Sonntag um 7:00 Uhr gab's Frühstück mit Blick auf die umliegenden Berge (der gepackte Rucksack stand bereits parat).
Gestärkt machten wir uns auf zur Tieflimauer.

Von der Hütte folgten wir dem Weg Nr. 645 bis zum Einstieg-Normalweg auf die Tieflimauer. Hier ging es für uns links weiter, dem Weg zum Teufelsteig und Kl. Buchstein folgend.

Kurz vorm Einstieg zum Klettersteig zweigt links (hinunter) der Weg zum Kl. Buchstein ab. Hier halten wir uns rechts und folgen den Rot-Weiß gepunkteten Markierungen zum Klettersteig.

Im Klettersteig gilt es ca. 240 hm zu überwinden, für die man ca. 60-75 Min. einplanen sollte. 
Beim Teufelsteig handelt es sich um eine reine Felskletterei mit Seilsicherung. Im Vergleich zu anderen Klettersteigen wurde hier gänzlich auf Trittstifte und Bügel verzichtet. Bei manchen Stellen ist etwas Armkraft gefragt!
In einigen TOPOs werden die schwierigsten Kletterstellen auf diesem Steig mit B/C markiert. Das halte ich allerdings für unpassend. Für mich waren diese Stellen eher C, wenn nicht sogar C/D (wie in der u.a. Topo die ich weit realistischer finde)

TOPO - Teufelsteig Klettersteig


Nach dem Ausstieg sind wir noch das letzte Stück (ca. 5 Minuten) bis zum Gipfel der Tieflimauer auf 1820m marschiert.

Der Abstieg führte uns den Gratweg entlang des Kammes. Ein wirklich genialer Weg, der einige knackige Stellen aufweist! Hier helfen Drahtseilversicherungen über die schwierigsten und luftigsten Passagen hinweg!

Dann ging es in Serpentinen abwärts bis wir wieder auf den Weg Nr. 645 trafen. Diesen "Normalweg" auf die Tieflimauer sollte man auf jeden Fall (im Auf- wie auch im Abstieg) nicht unterschätzen. Es handelt sich hier um einen Steig, der unbedingt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert!

Ab hier ging es zurück auf dem Weg Nr. 645 bis zum Wegweiser "Gstatterboden" -Weg Nr. 646/608, der uns wieder zum Auto und damit zum Ende unseres traumhaften Wochenendes führte!




Kommentare:

  1. Coole Tour und super schöne Bilder.
    Macht gleich Lust auch raus und rauf zu gehen! Liebe Grüße

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    1. Danke! :)
      Es war wirklich ein traumhaftes Wochenende und die Ennstalerhütte sehr zu empfehlen!

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